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Landeswarnzentrale - Lawinenlagebericht

3. Mitteilung zur Schnee- und Lawinensituation von Freitag, 19.12.2014, 13:00 Uhr

mit zunehmender Seehöhe kleinräumige Gefahrenstellen in Form von Triebschnee beachten

Beurteilung der Lawinengefahr

Oberhalb ca. 2200 m besteht mäßige Lawinengefahr. Die Hauptgefahr geht derzeit von kleinräumigen, frischen Triebschneeansammlungen bevorzugt in Steilhängen der Expositionen NW-N-S aus, welche dort vor allem in Rinnen und Mulden sowie hinter Geländekanten anzutreffen sind. Anzahl und Verbreitung nehmen mit steigender Seehöhe zu. Kleine Lawinen können dort bereits von einzelnen Wintersportlern ausgelöst werden. Eine sorgfältige Beurteilung vor Ort ist zu empfehlen. Mit der Erwärmung und Durchfeuchtung der geringmächtigen Schneedecke unterhalb etwa 2100m sind einzelne, meist kleine nasse Rutsche möglich.

Schneedecke / Allgemeines

In den letzten 48 Stunden fielen in hohen Lagen 15 bis 30 cm, lokal auch bis 40 cm Neuschnee. Insgesamt sind die Schneehöhen in Vorarlberg jedoch nach wie vor für die Jahreszeit unterdurchschnittlich. Unterhalb von etwa 2000m liegt meist wenig bis kein Schnee. Am ehesten ist schattseitig in höheren Lagen eine geringmächtige, geschlossene Schneedecke anzutreffen. Die vorhandene Altschneedecke ist auf Grund milder Temperaturen der Vortage in hohen Lagen recht gut verfestigt, aber vom Wind gezeichnet. Exponierte Bereiche waren oft abgeweht, Rinnen und Mulden mit Triebschnee gefüllt. Mit zunehmender Seehöhe sind auf Grund der zeitweise kräftigen Windtätigkeit besonders in Kammlagen sowie in Rinnen und Mulden kleinräumige Triebschneeansammlungen anzutreffen, welche teilweise nur mäßig mit der Altschneedecke verbunden sind. In mittleren Lagen wurde der geringmächtige Altschnee durch Regen und Erwärmung durchfeuchtet. Detailliertere Schneedeckeninformationen liegen dem Lawinenwarndienst vorerst noch nicht vor.

Alpinwetterbericht der ZAMG Tirol und Vorarlberg

Obwohl es ausgesprochen mild ist - bei einer Nullgradgrenze auf etwa 2500m - und außerdem die Sonne scheint, wird es wegen des starken bis stürmischen Westwinds heute nicht allzu angenehm sein auf den Bergen. Temperatur in 2000m: 4 Grad Höhenwind: stark bis stürmisch aus West.

Tendenz

Nach einer stürmischen Nacht auf Samstag gibt es über etwa 1500m nochmals 10-20cm stark wind-beeinflussten Neuschnee. Untertags bleibt es weiterhin stark windig. Im Norden bleibt es trüb und ein paar weitere cm sind bis zum Abend möglich. Nach Süden zu gibt es mehr Auflockerungen und es ist zeitweise sonnig. In der Nacht auf Sonntag rückt eine weitere schwache Kaltfront mit einigen Schneeschauern nach. Die Lawinengefahr ändert sich in den kommenden Tagen nicht wesentlich. Mit dem Neuschnee und Wind ist allerdings wieder mit frischem Triebschnee zu rechnen. Größere Neuschneemengen sind bis in die erste Hälfte der nächsten Woche nicht in Sicht. Es bleibt trocken und wird sehr mild - die Frostgrenze steigt gegen 3000m Seehöhe an. Dann sind vermehrt feuchte Rutsche und kleine Lawinen aus sehr steilem Gelände möglich.
Die nächste Mitteilung erfolgt erst bei einem deutlichen Gefahrenanstieg.
Aktuelle Zusatzinformationen zu Schnee-, Temperatur- und Windverhältnissen sind aus dem Messstellenetz des Lawinenwarndienstes unter http://www.vorarlberg.at/lawinenmessstellen zu erhalten.

Bernhard Anwander


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Lawinenlagebericht

Infobox

Dieser Lagebericht stellt eine allgemeine Übersicht dar. Zusätzliche Empfehlungen der örtlichen Lawinenkommissionen sind zu beachten.

Gefahrenstufen

1 = gering, 2 = mäßig, 3 = erheblich, 4 = groß, 5 = sehr groß   Infos zur Gefahrenstufe

Adresse

Landhaus, A-6901 Bregenz
E-Mail: lawinenwarndienst@lwz-vorarlberg.at
Telefon +43(0)5574/511- DW 21126, Telefax +43(0)5574/511-21197

Dieser Lagebericht ist unter der Rufnummer +43(0)5574 201 1588 jederzeit abrufbar.


 

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