in windexponierten hohen Lagen frischen und älteren, spröden und leicht auslösbaren Triebschnee beachten
Gefahrenstellen vorwiegend (schwarz)
Entwicklung
03.02.2012-07.02.2012
|
||||
|
|
|
|
|
|
| Fr | Sa | So | Mo | Di |
Beurteilung der Lawinengefahr
Die Lawinengefahr hängt maßgeblich vom letzten Windeinfluss ab. In windexponierten Lagen besteht oberhalb etwa 2000 m mäßige Lawinengefahr. Gefahrenstellen liegen vor allem in Triebschneehängen, in Kamm- und Passlagen aller Expositionen. Frische Einwehungen und die Triebschneeansammlungen der letzten Tage sind störanfällig und sollten umgangen werden. Die Verbreitung und die Größe der Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu. Abseits des Windeinflusses herrschen günstige Bedingungen. Die Gleitschneeproblematik bleibt weiterhin bestehen. Abgänge sind zu jeder Zeit möglich und können exponierte Bereiche gefährden. Risse in der Schneedecke weisen auf solche Gefahrenstellen hin. Das Verweilen unterhalb dieser Risse ist möglichst zu vermeiden.
Schneedecke / Allgemeines
Gestern war es recht sonnig. Der Wind wehte meist schwach, in hohen Lagen und lokal auch mäßig bis kräftig aus Nordost bis Ost. Neue und in den letzten Tagen entstandene Triebschneeansammlungen sind störanfällig. Die Schneedecke ist überwiegend gut verfestigt, spannungsarm und meist stabil. Die obersten Schichten sind mit Ausnahme windbeeinflusster Bereiche vielerorts noch weich und pulvrig. In hohen Lagen sind exponierte Bereiche oft abgeweht, Rinnen und Mulden mit Triebschnee verfüllt. Nordseitige Steilhänge des Hochgebirges weisen teilweise noch ungünstige Schichten an der Basis auf. Die Gleitschneeaktivität bleibt weiterhin bestehen und ist schwierig einzuschätzen. Beobachtungen zeigen, dass sich die Schneemäuler trotz Kälte weiter vergrößern.
Alpinwetterbericht
Heute ist es meist sonnig. Die Temperatur in 2000m erreicht minus 16 Grad. Der Höhenwind weht mäßig, zum Teil sogar stark aus Nordost.
Tendenz
Auch am Sonntag und Montag bleibt es mit Sonnenschein kalt. Die Lawinengefahr ändert sich nicht wesentlich.
Bernhard Anwander
Weitere Medien zu diesem Artikel:
Dieser Lagebericht stellt eine allgemeine Übersicht dar. Zusätzliche Empfehlungen der örtlichen Lawinenkommissionen sind zu beachten.
Gefahrenstufen
1 = gering, 2 = mäßig, 3 = erheblich, 4 = groß, 5 = sehr groß Infos zur Gefahrenstufe
Adresse
Landhaus, A-6901 Bregenz
E-Mail: lawinenwarndienst@lwz-vorarlberg.at
Telefon +43(0)5574/511- DW 21126, Telefax +43(0)5574/511-21197
Dieser Lagebericht ist unter der Rufnummer +43(0)5574 201 1588 jederzeit abrufbar.