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Landeswarnzentrale - Lawinenlagebericht

Lawinenlagebericht von Freitag, 28.2.2020, 7:30 Uhr

Neuschnee und extremer Windeinfluss: Verbreitet erhebliche Lawinengefahr

Regionale Gefahrenstufen

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Wo?

Gefahrenstellen

1600m

eingewehtes Steilgelände, Rinnen und Mulden

1600m

Tendenz

für morgen

gleichbleibend

Beurteilung der Lawinengefahr

Oberhalb etwa 1600m besteht verbreitet erhebliche Lawinengefahr. Die Hauptgefahr geht vom Neuschnee und von den umfangreichen Triebschneeansammlungen aus. Gefahrenstellen befinden sich in Steilhängen aller Expositionen, hinter Geländekanten und in eingewehten Rinnen und Mulden. Lawinen sind bereits von einzelnen Wintersportlern auslösbar und können auch groß werden. Vereinzelt können Lawinen noch im Altschnee vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee ausgelöst werden. Aktivitäten abseits gesicherter Pisten erfordern Erfahrung in der Lawinenbeurteilung. Aus dem felsigen Steilgelände können sich Lockerschneelawinen und aus stark mit Triebschnee beladenen Bereichen können sich Schneebrettlawinen von selbst lösen.

Schneedecke / Allgemeines

Nach den nächtlichen Schneeschauern war es gestern Vormittag trocken und recht sonnig. Dann trübte es erneut ein und es kam Schneefall mit schwerem Sturm aus West bis Südwest auf. In Hochlagen wurden dabei Orkanböen registriert! Es gab verbreitet 20 bis 25, in der Silvretta bis 20 und im Bregenzerwald 15 cm Neuschnee, lokal zum Teil auch deutlich mehr. Mit dem Orkan in der Nacht zum Freitag wurde in den Hochlagen verbreitet die harten Harschflächen freigelegt und der Schnee weiträumig verfrachtet. Der Neu- und Triebschnee lagert somit in windexponierten Lagen auf einer harten Altschneeoberfläche, teilweise auf Triebschnee unterschiedlicher Härte, in windberuhigten Bereichen auch auf lockerem Pulverschnee. Die Neu- und Triebschneeschichten sind in höheren Lagen nur mäßig bis schwach verfestigt. Aber auch die Bindung zur Altschneeoberfläche ist schlecht und leicht zu stören. Schattseitig befinden sich in der Altschneedecke oberflächennah kantige Zwischenschichten. Sonst ist die Altschneedecke kompakt und derzeit kaum zu stören. In tieferen Lagen fiel der Neuschnee der letzten Niederschlagsperiode auf eine aufgeweichte Schneeoberfläche und ist daher gut mit der Altschneeoberfläche verbunden.

Alpinwetterbericht der ZAMG Tirol und Vorarlberg

Am Vormittag klingen die Schneeschauer ab, auch der nächtliche schwere Sturm wird rasch schwächer. Wolken und Nebel lichten sich. Danach wird es bei hoher Bewölkung recht freundlich, aber das Licht bleibt leicht diffus. Es kommt tagsüber zu einer Frostmilderung. Temperatur in 2000m: -9 Grad, Höhenwind: am Nachmittag frisch bis stark aus West bis Nordwest.

Tendenz

Am Samstag wird es deutlich milder bei lebhaftem bis starkem Föhn aus Südwest. Die Wetterprognose für Sonntag ist noch unsicher: Der nächtliche Schneefall dürfte schon am Vormittag abklingen und es wird zunehmend sonnig. Die Lawinengefahr verändert sich nicht wesentlich und bleibt abseits gesicherter Pisten heikel.
Bernhard Anwander


Weitere Medien zu diesem Artikel:

Lawinenlagebericht

Infobox

Dieser Lagebericht stellt eine allgemeine Übersicht dar. Zusätzliche Empfehlungen der örtlichen Lawinenkommissionen oder Sicherheitsdienste sind zu beachten.

Gefahrenstufen

1 = gering, 2 = mäßig, 3 = erheblich, 4 = groß, 5 = sehr groß   Infos zur Gefahrenstufe

Adresse

Landhaus, A-6901 Bregenz
E-Mail: lawinenwarndienst@lwz-vorarlberg.at
Telefon +43(0)5574 201-4560, Telefax +43(0)5574/511-21197

Dieser Lagebericht ist unter der Rufnummer +43(0)5574 201 1588 jederzeit abrufbar.


 

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